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Unversöhnliche Erinnerungen

Freitag, 16.01.2026, 18.00 Uhr im Kino der TraumGmbH in Kiel

Dokumentarfilm, 1979
ca. 90 min.


Preise u.a.:
Bester Dokumentarfilm, Oberhausen 1979
Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI, Leipzig 1979
Goldene Taube, Leipzig 1979
Film des Jahres 2003


Siebig und Busch 1977

plakat
1975, vor 50 Jahren, starb der faschistische Diktator Francisco Franco. Mit der deutschen Legion Condor unterwarf er in den 30er Jahren die spanische Republik. Auf der anderen Seite kämpften Deutsche in den Internationalen Brigaden für den Erhalt der Republik. Aus diesem Anlass zeigt das Traumkino den Dokumentarfilm "Unversöhnliche Erinnerungen" von Klaus Volkenborn, Johann Feindt und dem Kieler Karl Siebig.

Zwei Lebensläufe, zwei Einstellungen zur Politik, herauspräpariert in Porträt und Interview, ohne eingreifenden Kommentar, fügen sich zusammen zu einem bitteren Rückblick auf deutsche Geschichte und Gegenwart: Bundeswehrgeneral a.D. Henning Strümpell, Pilot der Legion Condor, den Hitler zur Unterstützung Francos nach Spanien schickte. Der andere, Ludwig Stillger, gelernter Maurer, ging nach Spanien, um die Republik in den Internationalen Brigaden zu verteidigen.

Für Stillger war es ein "notwendiges Übel", in einer Armee zu kämpfen. Der Gegner "muss kampfunfähig gemacht werden, und das kann ja nicht der Sinn des Lebens sein". Strümpell dagegen: "Im Wesentlichen hat man sich gefreut auf das Abenteuer." Offenherzig gibt er zu: "Jeder Jagdflieger, der in einen Luftkampf kommt, der will natürlich gerne einen abschießen, das ist doch klar."

Zwei bundesdeutsche Biografien wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Vor 70 Jahren standen sie sich im Spanischen Bürgerkrieg einander gegenüber. Der Film stellt ihre Erinnerungen gegenüber, an die Weimarer Republik, an den Bürgerkrieg in Spanien, an das Ende des Dritten Reichs und an die Gründungsjahre der BRD. Die Unversöhnlichkeit der beiden Haltungen und Überzeugungen zeigt sich bis heute.

Als der vielfach ausgezeichnete Film 1979 zum ersten mal im "Kleinen Fernsehspiel" des ZDF ausgestrahlt wurde, war die Lektion für das zeitgenössische Publikum so beschämend, dass Sender und Filmemacher mit einer wahren Flut von Zuschauerbriefen eingedeckt wurden, deren Tenor war: "Das kann doch nicht sein! Das darf doch nicht sein!" Konnte es aber und war es auch und ist es auch heute noch.



Laboe ist fällich!
Youth Wars - Beobachtungen in der deutschen Provinz

Freitag, 16.01.2026, 20.00 Uhr im Kino der TraumGmbH in Kiel

Die letzten Aufführungen waren schnell ausverkauft,
also schnell Tickets reservieren unter 0431-5444514 oder kino@traumgmbh.de


Youth Wars Youth Wars   Der Film handelt von der Straßengang-Szene der Landeshauptstadt Kiel zu Beginn der 1990er-Jahre und erreichte Kultstatus aufgrund der zahlreichen im Film gezeigten Personen und Dialoge, die hauptsächlich in norddeutschem Slang gehalten sind. Mittlerweile hat sich um den Film herum eine dementsprechend große Fangemeinde gebildet. Seit Wiederaufbereitung des Films wurden im Internet unzählige Videos, die sich darauf beziehen, auf YouTube eingestellt. (Wikipedia)


Hauptcharakter des Films ist der damals arbeitslose und den "Kneipenterroristen" zugehörige Bernd Knauer, weniger durch besonders krasse Aktionen vor laufender Kamera als vielmehr durch seine markigen Sprüche, mit denen er den Alltag der Kneipenterroristen beleuchtet und zusammenfasst, sowie als fürsorglicher Halter seiner Vogelspinne "Herr Fugbaum".
(Schnittberichte.com)


MEIN EXER

Lesung am Samstag, 17. Januar 2026, um 15.00 Uhr
in der Wichernkirche in Neumünster-Faldera


Von Ende September 2025 an ist das Buch "Mein Exer" in einer revidierten Neuauflage wieder verfügbar!
Zum Preis von 23€ plus Porto u. Verpackung kann es sofort wieder bei mir bestellt werden.


MEINEXER

"Mein Exer" ist die außerordentlich wirklichkeitsnahe Abbildung selbst erfahrener Lebensverhältnisse in einem sozioökonomischen Prekariat der frühen und anschließenden Nachkriegsjahre in Neumünster. An Hand authentischer Schilderungen von Begegnungen mit Angehörigen aus Familie und Verwandtschaft, einer Vielzahl von Mitbewohnern, Spielkameraden, Weggenossen, Spießgesellen, Leitfiguren aus Sport, Schule und Kirche etc. gelingt dem Autor die Komposition einer eigentümlich   vertrauten Atmosphäre eines gleichsam in sich geborgenen Reservats. In dieser sozialen Welt der kleinen Leute ereignet sich menschliches Schicksal: Lachen und Weinen, Stolz und Niederlage, Sehnsucht und Enttäuschung, Freiheit und Aussichtslosigkeit, Güte und Bosheit, Recht und Unrecht. Es begegnen uns Leute - viele Leute, junge bis alte Leute, und einige von ihnen verbleiben dem Leser in anrührender, erheiternder oder erschütternder Präsenz.   (Prof. Dr. Harald Köhne)